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GELEBTE ARBEIT - GEARBEITETES LEBEN

Bestimmt war und bin ich nicht der Einzige, der einen Platz in der Gesellschaft sucht und darin einen Sinn verkörpern will. Nichts dafür zu tun kam für mich nie in Frage. Nach vielen, immer direkt aufeinanderfolgenden Tätigkeiten - Maschinenbau, Altenpflege, Bundeswehrdienst, Zivildienst, Sozialarbeit, einhergehend Abendgymnasium, Anmeldung zum Studium der Philosophie und Theologie - fiel der Gedanke wie eine Sternschnuppe vor Augen: Du musst ein Steinmetz werden.

Es gab dafür keinerlei Vorgeschichte. Allein mit Hammer und Meißel das Material so wegzuschlagen, das etwas entsteht, was mir gefällt, war die Vorstellung, die mir Ruhe gab und Freude bereitete. Ist das so etwas wie "eine Neugeburt für einen geplagten 21-Jährigen“?- nein, das wäre jedenfalls zu einfach formuliert. Doch lief danach der berufliche Weg im Grunde wie an einer Schnur gezogen, das muss ich im Rückblick und als Rentner aus dem Arbeitsleben ausgeschieden, konstatieren.

Um etwas wirklich gut zu erlernen, bleibt es nicht aus, sich auch dann dafür zu zwingen, wenn man den roten Faden verloren hat.